Druckansicht der Internetadresse:

Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl für Ältere Deutsche Philologie – Prof. Dr. Gerhard Wolf

Seite drucken

Neuerscheinungen

Knaeble, Susanne: Zukunftsvorstellungen in frühen deutschsprachigen Prosaromanen. Berlin: De Gruyter 2019.

Eine der grundlegenden Errungenschaften der Moderne ist die ergebnisoffene Zukunft – dieses Postulat bestimmt die Forschung und verdeckt die Sicht auf vormoderne Zukunftsentwürfe. Die Untersuchung von frühen deutschsprachigen Prosaromanen des 15. und 16. Jahrhunderts (Hug Schapler, Melusine, Hartliebs Alexander Fortunatus) fokussiert den konzeptionellen Wandel in der Darstellung von Zukunftsvorstellungen im Erzählen der frühen Prosaromane.

Mehr...


Wagner, Eva; Wagner, Silvan: Mittelalter in der Grundschule. Berlin: LIT Verlag 2019.


Erinnern, Schreiben, Lesen, Erzählen, Streiten – diese Fertigkeiten müssen nicht nur Kinder in der Grundschule lernen, sondern sie prägen auch die höfische Kultur des Mittelalters. In fünf Kapiteln werden die Kulturtechniken historisch vorgestellt, didaktisch diskutiert und methodisch für alle Klassenstufen aufbereitet. In zahlreichen Lernspielen können Schülerinnen und Schüler an der Seite von Rittern und Damen, Nonnen und Mönchen, Königen und Königinnen die grundlegenden Kulturtechniken einüben, die für das Leben am mittelalterlichen Hof so unabdingbar sind wie für den heutigen Schulerfolg.


Wagner, Silvan (Hrsg.): Mären als Grenzphänomen. Berlin: Peter Lang 2018.


Mären sind schon längst nicht mehr ein Stiefkind der Forschung. Dennoch geben ihre Widersprüchlichkeiten, moralische Devianz und interpretative Offenheit immer noch Rätsel auf. Dieser Sammelband setzt gerade an den Spannungen der Märendichtung an und versucht auf dieser Basis, ihre literarische Funktion systematisch zu bestimmen. Dabei fungiert der Begriff der Grenze als gemeinsamer Fokus der einzelnen Beiträge: Mären operieren gezielt an den Grenzen höfischer und städtischer Literatur, sie überschreiten diese und manchen sie damit erst sichtbar. Die Beiträge stellen Märendichtung exemplarisch an Erzählungen des 13. und 15. Jahrhunderts als vielschichtiges Grenzphänomen vor, das Prozesse der Sinnerzeugung kritisch beleuchtet.

Mehr...


Wittmann, Viola: Adel im Konflikt. Narrative Potentiale in spätmittelalterlicher Chanson de geste-Adaptation: Studien zum deutschen Malagis. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2017.


​Die Studie thematisiert miteinander verschränkte Phänomene spätmittelalterlichen Erzählens und nimmt dabei den konstitutiven Zusammenhang von Erzählinhalt und narrativer Gestaltung in den Blick. Im Erzählverlauf des untersuchten Textes geraden insbesondere die semantischen Besetzungen in der Beschreibung von Herrschaftsbeziehungen mehrfach in Bewegung. Die Autorin analysiert diese in ihren Wechselwirkungen mit Prozessen historischer Sinn- und Bedeutungserzeugung, die als literarischer Ausdruck von Selbstbeschreibungen des fürstlichen Adels um 1500 gedeutet werden können.


Wolf, Gerhard; Ott, Norbert (Hrsg.): Handbuch Chroniken des Mittelalters. Berlin; Boston: Walter de Gruyter 2016.


Aus dem Mittelalter ist eine riesige und auch für die Forschung nahezu unübersehbare Masse an chronikalischen Werken überliefert, in denen Vergangenheit und Gegenwart festgehalten, Literarisch aufbereitet und interpretiert werden. Das vorliegende Handbuch stellt die wichtigsten mittelalterlichen Chroniken in ihren jeweiligen Konzeptionen und Funktionen systematisch vor und bietet so einen ersten Zugriff auf diese in ihrer Mannigfaltigkeit immer noch viel zu wenig beachteten Texte. Dabei wird neben der europäischen auch die arabische und indo-persische Chronistik berücksichtigt.

Mehr...


Verantwortlich für die Redaktion: Univ.Prof.Dr. Gerhard Wolf

Facebook Twitter Youtube-Kanal Instagram Blog Kontakt